+++ Herzlich willkommen +++

Unterrichtsergebnisse

Holocaust-Gedenktag 2026: Gesamtschule Bergheim setzt ein starkes Zeichen der Erinnerung

Am 27. Januar 2026, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, gedachte die Gesamtschule Bergheim den Millionen Opfern des nationalsozialistischen Terrorregimes. Mit zahlreichen kleinen und großen Aktionen innerhalb und außerhalb der Schule wurde deutlich: Erinnerungskultur wird an unserer Schule nicht nur thematisiert, sondern aktiv gelebt.

Holocaust Gedenktag 2026 (2).jpegBesonders intensiv und fachübergreifend setzte sich die Klasse 8.4 im Rahmen der Lektüre „Die Welle“ mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinander. Mithilfe von Kopien originaler Quellen aus der NS-Zeit, die wir dankenswerterweise aus dem Nachlass einer Zeitzeugin erhalten haben, erhielt die Klasse einen intensiven Eindruck, welcher Diskriminierung, Verfolgung und welchem Leid Jüdinnen und Juden in der NS-Zeit ausgesetzt waren. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten dabei unter anderem Entlassungspapiere von Häftlingen, die in Konzentrationslagern inhaftiert waren, Lagepläne von KZs, antisemitische Zeitungsartikel, in denen Jüdinnen und Juden als „Parasiten“ diffamiert wurden, sowie Reisepässe, die jüdische Menschen ausdrücklich als jüdisch kennzeichneten. Die intensive Quellenarbeit hinterließ bei den Schülerinnen und Schülern einen tiefen Eindruck: Viele zeigten sich entsetzt über das Ausmaß der systematischen Diskriminierung, Verfolgung und des Leids, das Millionen Menschen durch das NS-Regime erfahren mussten. Gleichzeitig waren sich alle einig, dass der Holocaust-Gedenktag von zentraler Bedeutung ist – damit sich solches Unrecht niemals wiederholt. Die Motivation und Ernsthaftigkeit, mit der die Klasse arbeitete, verdeutlichte, wie wichtig historisches Lernen für eine demokratische Zukunft ist.

Holocaust Gedenktag 2026 (4).jpegAuch der Geschichtsgrundkurs der Q1 beschäftigte sich intensiv mit der Bedeutung des Holocaust-Gedenktages. Dabei blieb es nicht nur bei einer theoretischen Auseinandersetzung: Die Schülerinnen und Schüler engagierten sich außerhalb der Schule, indem sie einen Stolperstein reinigten, der bereits im November anlässlich des Gedenkens an die Reichspogromnacht gesäubert worden war. Trotz der vorherigen Reinigung hatte der Stein erneut stark gelitten – nun erstrahlt er wieder in neuem Glanz und erinnert würdevoll an das Schicksal von Heinrich Zehnpfennig, der bis 1938 in Bergheim lebte und im Konzentrationslager Buchenwald von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Die Reinigung und Pflege der Bergheimer Stolpersteine ist unserer Schule ein besonders wichtiges Anliegen, da wir erst vor kurzen als bisher einzige Schule im Rhein-Erft-Kreis offiziell zur Kooperationsschule des Projektes „Stolpersteine NRW“ ernannt wurden. Durch die Pflege der Stolpersteine zeigt unsere Schule, dass Erinnerung an unserer Schule nicht nur abstrakt bleibt, sondern konkret, sichtbar und lokal verankert ist.

Dass Erinnerungskultur an der Gesamtschule Bergheim bereits in den jüngeren Jahrgängen vermittelt und nicht nur am Holocaust-Gedenktag gelebt wird, beweist zudem das Engagement der 6.4., die bereits zahlreiche Projekte zum Holocaust gemacht haben. Diese 6. Klasse wird im Februar das Projekt „Holo-Vioces“ in Essen besuchen – ein eindrucksvolles Angebot, das persönliche Geschichten von Überlebenden der Shoah in den Mittelpunkt stellt und Erinnerung auch für kommende Generationen lebendig hält.

Diese kleinen und großen Projekte zeigen, dass der Holocaust-Gedenktag an der Gesamtschule Bergheim aktiv gelehrt und bewusst gelebt wird. Durch fachliche Auseinandersetzung, außerschulisches Engagement und die Einbindung aller Jahrgangsstufen übernehmen wir Verantwortung – für das Erinnern, für die Gegenwart und für eine Zukunft, in der Ausgrenzung, Hass und Antisemitismus keinen Platz haben.


Geschichtsprojekt zum Thema Migration EF 20/21

"Diese Wurzeln gehören zu uns. Sie sind ein Teil unserer Geschichte.

Unserer Vorfahren. Sie sind ein Teil unserer Identität."

(Zitat: Il. Da. Schülerin der EF der Gesamtschule Bergheim)

Auf dieser Seite (s.u.) sehen Sie die Ergebnisse eines Projektes aus dem Geschichtsunterricht des Schuljahres 2020/21 der EF (Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe) der Gesamtschule Bergheim.

migration.jpgDie Schüler*innen hatten bei diesem Projekt die Aufgabe, die Geschichte der eigenen Familie bzw. der Familie von Freunden und Bekannten unter dem Aspekt der Migration zu untersuchen. Dafür führten sie Interviews mit Zeitzeug*innen (z. B. mit Eltern, Großeltern und Familienfreunden). Teilweise hatten sie die Gelegenheit, auch Fotos oder andere Quellen ihrer Familiengeschichte zu untersuchen.


Ihre Ergebnisse bereiteten die Schüler*innen mit Hilfe des Programms Padlet in Form einer digitalen Pinnwand auf. Die Schüler*innen haben auf der Pinwwand jeweils eine eigene Spalte frei gestaltet. Die Spalten stehen also für sich und müssen nicht in einer bestimmten Reihenfolge gelesen werden.

Foto aus dem Familienarchiv von Fatima Torrejon Mora.

Durch die Nebeneinanderstellung dieser abwechslungsreichen, oft sehr bewegten und in Teilen auch sehr berührenden Familiengeschichten wird auf eindrucksvolle Weise deutlich: Das Phänomen der Migration hat zur lebendigen und bereichernden Vielfalt unserer Schulgemeinschaft an der Gesamtschule Bergheim beigetragen. Die Beiträge lassen erkennen, wie das Projekt den Blick unserer Schüler*innen auf die Bedeutung von Migration für die eigene Geschichte und für die gegenwärtige Gesellschaft erweitert hat.

Wir danken den Schüler*innen für die intensive Auseinandersetzung mit ihren Familiengeschichten und für diese sehr persönlichen Einblicke. Ihnen, liebe Leser*innen, wünschen wir eine interessante Lektüre! Hinterlassen Sie gerne das ein oder andere . (Aml/Ndj)

Mit Padlet erstellt