Projekte und Aktionen
Gedenkstättenfahrt nach Ypern
Auf den Spuren des Ersten Weltkriegs und der europäischen Friedensidee

Ein zentraler Programmpunkt war der Besuch des Museums „Passchendaele“, das eindrucksvoll die grausamen Bedingungen des Stellungskrieges an der Westfront veranschaulicht.
Originale Ausstellungsstücke, rekonstruierte Schützengräben und persönliche Schicksale der Soldaten vermittelten den Schülerinnen und Schülern einen anschaulichen Eindruck vom Alltag im Krieg und von den verheerenden Folgen der Materialschlachten.
Im Museum „In Flanders Fields“ in Ypern setzten sich die Teilnehmenden anschließend
mit der Geschichte der Kämpfe in Flandern und deren langfristigen Auswirkungen auf Europa auseinander. Multimediale Ausstellungen und persönliche Berichte verdeutlichten, wie tief der Erste Weltkrieg die Gesellschaften Europas geprägt hat.
Im Rahmen der internationalen Erinnerungskultur besuchten die Schülerinnen und Schüler zudem zwei Soldatenfriedhöfe in der Umgebung von Ypern: den Bedford House Cemetery sowie den Saint-Charles de Potyze Cemetery. Beide Orte machten die enormen menschlichen Verluste des Krieges auf eindringliche Weise sichtbar. Die endlosen Reihen gleichförmiger Grabsteine, auf denen Namen, Regimenter und häufig auch das Alter der gefallenen Soldaten verzeichnet sind, lösten bei vielen Schülerinnen und Schülern eine spürbare Betroffenheit aus. Besonders die Tatsache, dass zahlreiche der Gefallenen kaum älter waren als sie selbst, führte zu intensiven Gesprächen über die persönlichen Schicksale hinter den historischen Ereignissen. Die stillen Friedhöfe wurden so zu eindrucksvollen Orten des Gedenkens und der Reflexion über Krieg, Verlust und die Bedeutung von Frieden.
Ein besonders bewegender Moment der Fahrt war die Teilnahme an der abendlichen
Gedenkzeremonie am Menenpoort (Menin Gate). Seit 1928 wird hier täglich der im Krieg gefallenen Soldaten des Britischen Empires gedacht. Die Zeremonie machte eindrücklich sichtbar, wie lebendig Erinnerungskultur bis heute ist und welche Bedeutung das Gedenken an die Opfer der Weltkriege für das europäische Selbstverständnis hat.
Den Abschluss der Fahrt bildete ein Besuch des Parlamentariums in Brüssel, dem Besucherzentrum des Europäischen Parlaments. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler nachvollziehen, wie sich Europa nach den Katastrophen der Weltkriege politisch neu organisiert hat und welche Rolle die Europäische Union bei der Sicherung von Frieden, Zusammenarbeit und demokratischen Werten spielt.
Die Fahrt verband historische Orte des Krieges mit den politischen Institutionen der Gegenwart und machte so deutlich, wie eng Erinnerung und Zukunft miteinander verbunden sind. Gerade vor dem Hintergrund aktueller globaler Herausforderungen wurde den Teilnehmenden bewusst, dass Frieden in Europa keine Selbstverständlichkeit ist, sondern immer wieder neu gesichert und gestaltet werden muss.
Die Gedenkstättenfahrt stellte damit eine wertvolle Ergänzung zum Geschichtsunterricht dar und bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Geschichte nicht nur aus Büchern zu lernen, sondern sie vor Ort zu erleben und kritisch zu reflektieren, um ihr Geschichtsbewusstsein auf multiperspektivischer Ebene erweitern zu können.
Vorführung des Literaturkurses Q1: „Bayraks Wahn“

So der selbstverliebte, sadistische Restaurant-Besitzer zu seinem Küchengehilfen Armin Bayrak, der ihm gelegentlich auch die Haare schneiden und gelen muss. Einer seiner vielen Jobs, mit denen er sich und seine kleine Familie über Wasser hält. Wäre da nicht die karrieregeile Ärztin, die ihm mit medizinischen Experimenten an Leib und Seele geht.
Am 17.6.24 führte unser Literaturkurs Q1 unter der Leitung von Frau Halft eine modernisierte Fassung des Klassikers „Woyzeck“ auf. Die Schüler: innen hatten die aktualisierte Fassung selber erarbeitet. Unter dem Titel „Bayraks Wahn“ überzeugte die kleine 13 Schüler:nnen starke Schauspieltruppe in einem minimalistischen Bühnenbild mit der Darstellung des von allen herumgeschupsten und missachteten Armin Bayrak, dessen Frust schließlich zum Mord an seiner Freundin führt. Und: die Bewohner:innen, Publikum wie Schauspieler:innen sehen tatenlos zu oder wollen es sogar für ihren Insta-Auftritt nutzen: „Dieser Mord, ein krasser Mord, so ein Mord ist perfekt für eine Doku!“
Die Jahrgangsstufe war begeistert, besonders über die Jugendsprache und damit lebensnahe Version dieses "alten" Stücks. So wird Literatur hautnah!
(Hft)
Besuch beim WDR

Die Schüler*innen übernahmen sämtliche journalistischen und produktionstechnischen Aufgaben, die bei der Schaffung eines Radio – bzw. Fernsehmagazins erforderlich sind – vom Moderationsduo, über die Musikredaktion, welche passende Musiktitel auswählt, bis hin zum Technikteam, welches Mikrofone freischaltet, Lautstärke regelt sowie Jingles und Songs einspielt, und Kameraleuten, die alles filmen mussten. Im Fernsehworkshop gab es und auch eine Maske, die Outfits für die Moderatoren suchte und ihre Gesichter puderte, damit sie vor der Kamera nicht zu sehr glänzten. Hier wurde sehr viel gelacht :-) In beiden Teams gab es Redaktionssitzungen , in der alle wesentlichen Themen für die Sendung besprochen und koordiniert wurden.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Unsere Schüler*innen entwarfen eine lustige Stauschau, gestalteten Beiträge wie z.B. eine Schalte zum neuen Fußballstar aus Quadrath und einen Bericht über eine Kreuzfahrt aus der Perspektive von Jugendlichen. Viel Spaß machte die Zusammenstellung der Prominews und einer Playlist. Und natürlich musste alles aufgenommen bzw. gefilmt werde! Viele merkten, dass es doch gar nicht so einfach ist, vor der Kamera bzw. im Radiostudio zu reden oder im richtigen Moment den Ton oder das Bild einzublenden. Trotzdem diesen Schwierigkeiten schaffte unsere Schüler*innen zwei gute Sendungen, die sie auf einem USB-Stick mit nach Hause nehmen durften.
Wir sind uns alle einig: eine super spannende und lustige Exkursion, die einen Einblick in journalistische und medientechnische Berufe ermöglichte und auch zum Teambuilding im Jahrgang beigetragen hat.





