Die Berufsorientierung an der Gesamtschule Bergheim


Die Berufs- und Studienwahl gehört zu den wichtigsten Entscheidungen am Ende der Schulzeit und sie hat für jeden Schüler bzw. für jede Schülerin eine besondere Bedeutung. Deshalb ist die Berufsorientierung eine der drei Profilsäulen der Gesamtschule Bergheim und nimmt eine besondere Stellung ein. Involviert in die Berufsorientierung sind an unserer Schule daher nicht nur
die Abteilungsleitungen und die Studien- und Berufswahlkoordinatorin (StuBo), sondern auch alle Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer und somit fast das gesamte Kollegium.


Unsere Berufsorientierung beginnt bereits in den Jahrgängen 5 und 6 durch das Angebot der Fächer Hauswirtschaft und Technik, das für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich ist. In der 7. Klasse sammeln die Schülerinnen und Schüler weitere Erfahrungen durch das Angebot „Komm auf Tour“ bei dem sie sich erstmals über ihre Interessen hinsichtlich ihres späteren Berufes Gedanken machen.


Mit Beginn des 8. Schuljahres nimmt unsere Schule seit 2012/2013 an der Landesinitiative KAoA (Kein Abschluss ohne Anschluss) teil, die es sich zum Ziel gesetzt hat, jungen Menschen einen guten und zielgerichteten Übergang in eine Ausbildung oder ein Studium zu ermöglichen ohne lange Wartezeiten. Nach einer durch externe Fachleute durchgeführten Potentialanalyse, in der die Schülerinnen und Schüler sich ihrer Interessen, Fähigkeiten und Stärken bewusst werden sollen,
finden in diesem Schuljahr 3 Berufsfelderkundungstage statt, an denen die Schülerinnen und Schüler sich einen Eindruck von 3 Berufsfeldern verschaffen sollen, die zu ihren Interessen und Fähigkeiten passen.
Weitere Erfahrungen in der Berufswelt sammeln unsere Schülerinnen und Schüler in drei mehrwöchigen Praktika. Die Praktika in der Sekundarstufe I finden in den Jahrgängen 8 und 9 statt und werden im Rahmen des Wirtschaftslehreunterrichts intensiv vorbereitet und von den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern betreut.
Das dritte Praktikum findet am Ende der Einführungsphase in die Oberstufe (EF) statt und legt den Schwerpunkt auf Berufe, für die das Abitur erforderlich ist. Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe haben außerdem die Möglichkeit, ein von unseren Pädagogiklehrerinnen betreutes Sozialpraktikum zu machen, das nicht nur für das Abitur zählt, sondern für manche Studienfächer
auch als Studienleistung an der Fachhochschule anerkannt wird.


Unterstützt wird unser Konzept zur Berufswahlorientierung durch verschiedene lokale Kooperationspartner, wie die RWE Power AG, die Kreissparkasse Köln, das Martinswerk und die Agentur für Arbeit.
Die Agentur für Arbeit bietet in unserem Berufsorientierungsbüro (BOB) regelmäßig Beratungstermine, sowohl für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I als auch der Sekundarstufe II an. In den Mittagspausen gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, sich
Informationen und Hilfe bei der Studien- und Berufswahlkoordinatorin zu holen.
Informationen über andere schulische Ausbildungswege erhalten Eltern sowie Schülerinnen und Schüler bei unserem einmal jährlich stattfindenden Berufsschulinfoabend. Alle 2 Jahre findet an unserer Schule ein Berufsfindungstag statt, an dem nicht nur Eltern unserer Schülerinnen und Schüler, sondern auch Vertreter unserer Kooperationspartner und anderer Firmen interessante Berufe und Berufsfelder vorstellen, sondern auch Studienberater unterschiedlicher Fachhochschulen und Hochschulen sowie Repräsentanten von Freiwilligendiensten Studienmöglichkeiten und Freiwilligendienste ihrer Organisationen präsentieren.


Alle Aktivitäten im Rahmen der Berufswahlorientierung dokumentieren unsere Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 in Berufswahlfahrplänen, die speziell im Hinblick auf unsere Berufswahlbausteine konzipiert sind.
Die beteiligten Kolleginnen und Kollegen werden in Konferenzen umfassend über die Konzepte und Neuerungen der Berufswahlorientierung informiert und das gesamte Kollegium ist offen für neue Ideen und Wege.